14.11.2010
Ein Blumenkorb für Dresden
Dresden zeigt eine aufwendige Jubiläumsausstellung zum 450jährigen Bestehen der Staatlichen Kunstsammlungen. Unter dem Titel "Zukunft seit 1560 – Die Ausstellung" wird die Tradition und Zukunft einer der ältesten und bedeutendsten Sammlungen in Europa dokumentiert. Herausragende Gemälde und Skulpturen, Waffen und Preziosen, Porzellane und wissenschaftliche Instrumente wurden zusammengetragen. Ergänzt werden sie durch deutsche und internationale Leihgaben, die die Beziehungen Dresdens zu anderen Höfen und Ländern seit dem 16. Jahrhundert belegen und die seit langem nicht mehr in Dresden zu sehen waren.
Ein Stück Dresden ist auch der juwelenbesetzte Blumenkorb von Johann Melchior Dinglinger (1664-1731). Das Kabinettstück war in den Kriegswirren 1945 in der Nähe von Dresden vergraben und erst 1996 unter abenteuerlichen Umständen wiederentdeckt worden. 1999 kam dieser "Schatz aus dem Waldboden" zur Auktion und wurde von dem Biberacher Ehrenbürger Bruno Frey für das Museum Biberach ersteigert. Nun ist der Blumenkorb für einige Monate zurück am Ort seiner Entstehung. Für das Museum Biberach ist es eine große Ehre, an einem derart renommierten Projekt partizipieren zu können. Auch die Bruno Frey-Stiftung stimmte der Ausleihe des Blumenkorbs gern zu. Die Ausstellung "Zukunft seit 1560" wird am 17. April in Dresden eröffnet und dauert bis zum 7. November 2010. Mitte November wird der Blumenkorb wieder nach Biberach zurück kommen.
